FÜR DIE ZUKUNFT LERNEN

Aktuelles

KRIEG IN ISRAEL

Geschockt, traurig, auch wütend sind wir durch den grausamen, barbarischen und willkürlichen Angriff der Hamas auf jüdische Kinder, Frauen und Männer jeglichen Alters in Israel. Unser Mitgefühl und unsere Trauer sind mit den Angehörigen. Wir verurteilen die Greueltaten dieser Terroristen, die durch nichts zu rechtfertigen sind.

Tierisch wird teilweise das unvorstellbare Gemetzel der Hamasanhänger genannt. Nein, wir müssen uns klar machen, dass das menschlich ist, von Menschen gemacht. Und Menschen müssen dem begegnen und sich damit auseinandersetzen. Wie verantwortungslos, verroht und von blankem Hass getrieben müssen diese Täter sein! Die leidvolle Geschichte der Juden kennt solche Exzesse, Pogrome bis hin zur systematischen industriellen Ermordung durch die Nazis.

Damit durch Menschen aus Deutschland heraus sich so unglaubliche, so unvorstellbare Taten nicht wiederholen, haben wir nach den Brandanschlägen vor 30 Jahren gegen Asylbewerberunterkünfte durch rechtsradikale Jugendliche den Verein „Für die Zukunft lernen – Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz – Birkenau e.V.“ gegründet. Vor drei Wochen haben wir das 30jährige Bestehen dieses Vereins und seine Erfolge mit einem Festakt gewürdigt.

Solche „kleinen“ Programme und Aktivitäten ähnlich wie auch das West – Östliche Divan Orchester des Dirigenten Barenboim können durch die direkte persönliche Konfrontation und Begegnung Menschen zusammenführen und Hass, Hetze und Gewalt aufheben. Barenboim hat hier zu gleichen Teilen israelische und arabische Musiker in einem Symphonieorchester zusammengebracht, tritt weltweit auf, um für eine friedliche Lösung im Nahostkonflikt zu werben.

Der terroristische Angriff der Hamas gegen Israel hat aber eine Geschichte und Dimension, der wir mit solchen Projekten hilflos gegenüberstehen. Dieser Kriegserklärung gegen Israel wird absehbar eine militärische Antwort mit dem Ziel der Auslöschung der Hamas folgen; vor allem aber muss die internationale Politik zum Schutz der Zivilbevölkerung und einer mittelfristigen Lösung des Konfliktes in der Region reagieren.

Große Hoffnungen wurden auf den Oslo- Friedensprozess unter dem Ministerpräsidenten Israels, Jitzchak Rabin mit seinem Außenminister Schimon Peres, und dem langjährigen PLO- Chef und ersten Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Jassir Arafat, Anfang der 1990iger Jahre gesetzt, der am 13. 09. 1993 mit einem Handschlag von Rabin und Arafat im Beisein des us- amerikanischen Präsidenten, Bill Clinton, vor dem Weißen Haus auf eine friedliche Entwicklung in der Region hoffen lies.

Das war vor auch genau 30 Jahren. Seitdem bestand Hoffnung auf eine Zwei – Staaten – Lösung, einem gegenseitig anerkannten Israel und Palästina. Die Hoffnung schwand nach der Ermordung von Ministerpräsident Rabin aber immer mehr, weil es am Willen einer Umsetzung in der Region und international immer mehr fehlte. Die EU hat anfangs noch viel Unterstützung für diesen Prozess geleistet, aber ohne Rabin und Arafat fehlten die Antreiber für einen wirklichen Frieden.

Umso wichtiger ist jetzt, das die internationale Politik die Diplomatie belebt, neue, weiter führende Konzepte für ein friedliches Koexistenzrecht Israels und Palästinas entwickelt und mit beiden Staaten zu einer Wiederherstellung und Fortsetzung des Friedensprozesses kommt.

Die anstehenden militärischen Auseinandersetzungen werden brutal und grausam werden. Viele Tote wird es auf beiden Seiten geben, Bilder voller Leid und Tod werden wir täglich sehen; Hass und Hetze werden folgen.

Wir dürfen uns dadurch aber nicht vereinnahmen lassen, sondern müssen für Frieden und menschliches Miteinander kämpfen. Die betroffene Zivilbevölkerung auf beiden Seiten der Front will auch kein Leiden und Sterben! Sie werden aber die besonders Betroffenen sein.

Drängen wir die arabische Welt, die EU und die USA gemeinsam an einer ernsthaften Friedenslösung mit Israel und Palästina zu arbeiten. Und vielleicht helfen da auch viele kleine Projekte, in denen islamische Menschen mit Juden, Christen, Andersgläubigen und Agnostikern sich quasi von Mensch zu Mensch begegnen können.

Das können Gespräche über diese Konfliktlösung verbunden mit Reflexionen gegen Hetze und Hass am Arbeitsplatz sein, das kann ebenso in den Schulen oder anderen Ausbildungsstätten geschehen. Und eine Eskalation des Konfliktes ist ja auch nicht ausgeschlossen.

Eine erste, schnelle Möglichkeit wäre, umgehend durch Veranstaltungen oder Demonstrationen die Unterstützung eines friedlichen Prozesses und damit die Politik zu fordern - wir gemeinsam:
islamisch Gläubige, Juden, Christen, Andersgläubige
und Agnostiker.

Für die Zukunft lernen – Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke
Auschwitz – Birkenau e.V.

1. Vorsitzender: Prof. em. Werner Nickolai
Beiratsvorsitzender: Wilfried Telkämper, Vizepräsident des EP a.D.

Jubiläumsveranstaltung

In diesem Jahr feiert der Verein sein 30-jähriges Bestehen.
Aus diesem Anlass findet eine Jubiläumsveranstaltung am 22.09.2023 in der Spitalkirche in Breisach, in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr statt.

Das Programm sieht wie folgt aus:

- Musikalischer Beitrag Gitarren-Duo Siebert & Siebert
- Begrüßung Wilfried Telkämper, Vorsitzender des Beirates
- Grußworte:
- Oliver Rein, Bürgermeister
- Thomas Köck, Einrichtungsleiter, Campus Christophorus Jugendwerk
- Prof.in Dr. Stephanie Bohlen, Rektorin der Katholischen Hochschule
- Andrzej Kacorzyk – KZ Gedenkstätte Auschwitz
- Joanna Kleczar – Internationale Jugendbegegnungsstätte Oswiecim
- Musikalischer Beitrag Gitarren-Duo Siebert & Siebert
- Festvortrag: Dr. Michael Blume „Warum der Antisemitismus uns alle bedroht“
- Musikalischer Beitrag Gitarren-Duo Siebert & Siebert
- Stehempfang

Buchpräsentation und Zeitzeugengespräch

Im Rahmen der Buchpräsentation der deutschen Übersetzung des Buches "Geraubte Kindheit - In Auschwitz befreite Kinder" von Helena Kubica, besuchte eine polnische Delegation mit dem Zeitzeugen Bogdan Bartnikowski Breisach und Freiburg.
Die Buchpräsentation mit anschliessendem Zeitzeugengespräch fand am 24.04. an der Katholischen Hochschule Freiburg und am 25.04. im Kommunalen Kino Breisach statt.

Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht und verdeutlichen die Wichtigkeit der noch lebenden Zeitzeugen im Kampf gegen das Vergessen.

Bogdan Bartnikowski, mittlerweile 91 Jahre alt, kam am 12. August 1944 als 12-jähriger Junge gemeinsam mit seiner Mutter nach Auschwitz-Birkenau. Im Januar 1945 wurde er nach Sachsenhausen deportiert, wo er dann in ein Kommando in Berlin-Blankenburg zur Entrümmerung Berlins eingesetzt wurde. Am 22. April 1945 wurde er von der Roten Armee befreit.

Im Rahmen des Besuchs der polnischen Delegation fand im Rathaus der Stadt Breisach ein Empfang des Bürgermeisters Oliver Rein statt, in dessen Verlauf sich Herr Bartnikowski in das goldene Buch der Stadt eintrug.

Während der Buchpräsentation und des Zeitzeugengespräches in Breisach überreichte der Director of the International Center for Education about Auschwitz and the Holocaust ,Andrzej Kacorzyk dem 1. Vorsitzenden des Freundeskreis Oswiecim und des Vereins Für die Zukunft lernen e.V., Prof. em. Werner Nickolai eine Gedenkmedaille aus Anlass der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Die polnische Delegation wurde während ihres Aufenthaltes von Gabriel Dittrich begleitet und unternahm u.A. eine Exkursion zum KZ Natzweiler-Struthof.

Breisacher Schüler besuchen Oswiecim

Foto: Kay Nietfeld (dpa)

Die Breisacher Schüler besuchten das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

Von BZ-Redaktion Breisach, Sa, 26. November 2022

Erstmals gab es wieder einen Schüleraustausch mit der polnischen Partnerstadt.

(BZ). Nach zweijähriger Coronapause haben diesen Oktober wieder Schülerinnen und Schüler des Breisacher Martin-Schongauer-Gymnasiums an einem Austausch mit der polnischen Partnerstadt Oswiecim teilgenommen. Während der achttägigen Reise ins Nachbarland haben die 19 Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern zusammen mit ihren Lehrerinnen Christiane Portele und Bettina Grosser das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz, aber auch ein Kohlebergwerk und einen Freizeitpark besucht, teilt die Schule mit.

Der Besuch der Gedenkstätte begann mit einer Führung durch das ehemalige Stammlager Auschwitz. In zwei Baracken werden Andenken und persönliche Gegenstände der Opfer gezeigt. Die abrasierten Haare, Berge von Schuhen und zurückgelassenen Koffer, stellten für die Gruppe den belastendsten Teil der Führung dar, heißt es in der Mitteilung der Schule. Anschließend wurden noch andere Teile des Stammlagers, beispielsweise die Todeswand und Zellen, gezeigt. Der zweite Teil der Führung fand im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau statt. Am Denkmal für die Opfer des Holocausts legte jedes Gruppenmitglied eine Blume nieder.

Im Anschluss nahmen die Schüler aus Breisach an einem Workshop teil, bei dem es um Überlebende des Konzentrationslagers ging. "Da aus vergangenen Jahren bekannt war, wie belastend der Besuch sein kann, war die deutsche Gruppe an diesem Tag ohne die polnischen Austauschpartner unterwegs", schreibt die Schule.

Am folgenden Tag wurden alle von ihren Austauschpartnern zum Familientag abgeholt, der individuell gestaltet wurde. "Was aber alle erlebt hatten, war die herzliche Gastfreundschaft der Familien – und der Gebrauch des Google-Übersetzers", heißt es weiter.

In Krakau wurde den Schülern in einem Museum das Leben jüdischer Menschen in Polen nahegebracht. Anschließend trafen sie eine Zeitzeugin, die während des Kriegsbeginns in Krakau als Jüdin geboren und von ihrer Mutter an ein christliches Ehepaar gegeben wurde, welches sie christlich aufzog. Sie und ihre Eltern überlebten zwar den Krieg, jedoch litten die Beziehungen in der Familie unter den Erlebnissen, erzählte sie den Schülern. Noch heute lebt sie in Krakau. Am letzten Programmtag besichtigte die Gruppe ehemalige jüdischer Bauten in Oswiecim. Es gibt dort eine kleine Synagoge, die wieder eingerichtet worden ist und nun vor allem Pilgern für das Gebet zur Verfügung steht.

Liebe Freundinnen und Freunde unseres Vereins,

am 03.03.2022 wurde in einer Rundmail für Spenden für das Maximilian-Kolbe-Werk gebeten. Die Spenden sollen für die Überlebenden des Holocaust, die in der Ukraine leben und von dort auch nicht flüchten können, eingesetzt werden. Es kamen bis heute 2.000,00 Euro zusammen.

Ich darf Ihnen ein Dankesbrief des Maximilian-Kolbe-Werk zur Kenntnis bringen. Zudem finden Sie weiter unten einen aktuellen Bericht, dem Sie entnehmen können, wie die Spenden eingesetzt werden.

Ich darf mich ganz herzlichen für die Spenden bedanken. Das Maximilian-Kolbe-Werk ist weiterhin auf Hilfen angewiesen.

Danke und herzliche Grüße, in Namen des Vorstandes und des Beirats

Werner Nickolai

Krieg in der Ukraine: Ihre Spende hilft!

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hält das Maximilian-Kolbe-Werk ständigen telefonischen Kontakt zu den KZ- und Ghetto-Überlebenden und unseren Kooperationspartnern in allen Landesteilen der Ukraine. Sie berichten uns von der aktuellen Lage.

Wir arbeiten eng mit der Caritas-Spes in Kyiv und Charkiv, dem Roten Kreuz in Lviv und Charkiv sowie den lokalen Häftlingsverbänden (u.a. in Kyiv, Rivne, Vinnytsya, Uzhgorod) zusammen und lassen den KZ- und Ghetto-Überlebenden die dringend notwendigen Hilfen zukommen. So werden über unsere Partner vor Ort Lebensmittel und Medikamente beschafft und verteilt, Bargeldnothilfen ausbezahlt oder Transporte zu den Angehörigen im Westen der Ukraine oder ins Ausland organisiert.

Das Maximilian-Kolbe-Werk hat seit dem 24. Februar 2022 rund 135.000 Euro (Stand 12. März 2022) als Nothilfe für die Ukraine überwiesen und wird die notleidenden Menschen weiterhin unterstützen. Wie es den Menschen vor Ort geht und wie Sie Ihnen mit Ihrer Spende konkret helfen, lesen Sie in diesem Kurzbericht.

Nikolaj Kalaschov

Nikolaj Kalaschov

Als wir mit Nikolaj Kalaschov aus dem stark umkämpften Charkiv am 3. März telefonierten, half ihm sein Nachbar gerade dabei, die Fenster seiner Wohnung mit dunkler Folie zu bekleben: "Damit man abends kein Licht brennen sieht".

Der 90-Jährige erzählte, dass er die letzten vier Nächte im Schutzkeller verbracht hatte. "Aber ich konnte die Kälte und Dunkelheit nicht länger aushalten und kehrte wieder in meine Wohnung zurück. Da komme, was wolle", sagte er.

Doch am 10. März gab es gute Nachrichten: Mit Hilfe des Roten Kreuzes ist es Herrn Kalaschov gelungen, Charkiv zu verlassen. Gemeinsam mit seiner Tochter fand er Zuflucht in einem Dorf in der Region Poltava. "Hier wurden wir herzlich empfangen und erfahren viel Hilfsbereitschaft. Das ist unser kleiner Trost."

Wir schickten Herrn Kalaschov und seiner Tochter eine Bargeld-Nothilfe von 500 Euro. "Damit sind wir für die nächste Zeit gut versorgt", sagte er.

Vasyl Volodko

Vasyl Volodko

Große Erleichterung spüren wir, als wir am 2. März endlich den 97-jährigen Vasyl Volodko telefonisch erreichen. Der Dachau-Überlebende wohnt mit seiner bettlägerigen Frau und seiner Tochter 20 km südwestlich von Kyiv. Er erzählt von starken Bombardements einer Luftwaffenbasis im Umkreis von 10 km.

"Die Detonationen waren so gewaltig, dass unsere Fensterscheiben bebten." Von Raketen getroffen wurde außerdem eine Ölraffinerie. "Der schwarze Rauch war zwei Tage lang zu sehen".

Seine Tochter Vera erzählt, dass es ihrem Vater in den ersten Tagen nach dem russischen Überfall sehr schlecht ging. "Er konnte kaum schlafen."

Am 15. März berichtet uns Vera von der 35-stündigen Ausgangssperre, die in der Stadt und Region Kyiv verhängt wurde. "Uns stehen zwei besonders schwierige und gefährliche Tage bevor", sagt sie besorgt. "Zum Glück konnte ich heute wieder Fleisch und Milchprodukte kaufen". Dafür musste Vera eine lange Strecke zu Fuß zurücklegen, denn die kleinen Geschäfte in der Nähe ihres Hauses sind geschlossen.

Beim Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten unterstützen wir Vasyl Volodko und seine Familie mit 500 Euro.

Anastasia Gulei

Anastasia Gulei

Mit Anastasia Gulei aus Kyiv telefonieren wir fast täglich.

"Gestern wurde Kyiv stark bombardiert und der Fernsehturm getroffen, wodurch für eine Zeitlang viele TV-Sender ausgefallen waren", sagte die 96-Jährige am 2. März.

Ihre Tochter Valentina berichtete, dass auch die Stromversorgung und die Internetverbindung zeitweise unterbrochen worden waren.

"Seit zwei Tagen gibt es im Geschäft kein Brot mehr zu kaufen, Obst und Gemüse sind auch Mangelware". Die beiden Frauen ernähren sich von Nudeln, Buchweizenbrei und eingelegtem Gemüse. Große Sorgen und große Angst bereitet ihnen der 60 Kilometer lange russische Militärkonvoi, der auf Kyiv rollt. Dennoch hoffen sie, Kyiv nicht verlassen zu müssen.

Doch dann wurden die Gefechte um Kyiv immer heftiger, sodass die Überlebende von Auschwitz, Buchenwald und Bergen-Belsen in der Nacht auf den 8. März mit ihrer Tochter und ihrem Sohn von Kyiv in Richtung Westen aufbrach.

Nach einer 650 km langen Autofahrt und zwölf Stunden Wartezeit an der Grenze erreichten sie dann Polen. Dort nahm sie Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in Empfang und brachte sie nach Deutschland.

„Ich bin erschöpft, aber erleichtert, in Sicherheit bei meinen deutschen Freunden zu sein", sagte Anastasia Gulei am Telefon. "Gleichzeitig sind meine Gedanken bei anderen KZ-Überlebenden in Kyiv, die noch immer ein großes Leid erfahren müssen“.

Für die Flucht erhielt Frau Gulei vom Maximilian-Kolbe-Werk eine finanzielle Unterstützung von 500 Euro.

Spendenaktion

Liebe Freudinnen und Freunde unseres Vereins,

schon seit vielen Jahren arbeiten wir mit dem Maximilian-Kolbe-Werk in Freiburg zusammen. Eine zentrale Aufgabe sieht das Maximilian-Kolbe-Werk in der Betreuung und finanziellen Unterstützung der Überlebenden des Holocaust. Heute bittet das Maximilian-Kolbe-Werk um Spenden für die Überlebenden der Konzentrationslager, die in der Ukraine leben und von dort auch nicht flüchten können. So wie Frau Anastasia Gulei, die 96 Jahre alt ist und mit ihrer Tochter in Kiew wohnt. Frau Gulei hat die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald überlebt.

Ihre Spende können Sie gerne an unseren Verein überweisen.

Sparkasse Staufen-Breisach

IBAN: DE73 6805 2328 0006 0890 72





Schon jetzt herzlichen Danke und liebe Grüße

Werner Nickolai

77. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau

Aus Anlass des 77. Jahrestages der Befreiung fand eine feierliche Niederlegung eines gemeinsamen Blumenstraußes im Namen der Städte, die mit unserer Stadt zusammenarbeiten, auf dem Kościuszko-Platz im Zentrum der Stadt Oświęcim statt.

Wir warten gemeinsam auf die bessere Welt nach der Pandemie, in der wir uns persönlich wiedersehen und eine gute Nachbarschaft in der normalen Realität und die Freude an der Fortsetzung einer Zusammenarbeit zwischen unseren Städten erleben können.

Magdalena Szklarz
Abteilung Stadtförderung Oświęcim

Gabriel Dittrich

Staatssekretärin Monika Grütters würdig das Engagement von Gabriel Dittrich



Während des Besuches der internationale Jugendbegegnungsstätte Oswiecim dankte Monika Grütters unserem Vereinsmitglied Gabriel Dittrich für sein langjähriges Engagement für die Gedenkstätte Ausschwitz.

„Es braucht Menschen wie Sie!“ lobte die Staatsekretärin und hob hervor, wie wertvoll die Arbeit gegen das Vergessen für unsere Zukunft sei. Eine Würdigung, die uns stolz macht. Zum 25. Mal reisten am 14. November junge Menschen aus unserer Einrichtung nach Oswiencim. Nach Besichtigung des Stamm- und Vernichtungslagers werden die Jugendlichen in den kommenden Tagen Pflege- und Erhaltungsarbeiten in der Gedenkstätte erledigen.

Geraubte Kindheit In Auschwitz befreite Kinder

Im Rahmen des Projekts „Für die Zukunft lernen“ wurde am 18.11.2021 in der Gedenkstätte Auschwitz das Buch von Helena Kubica „Geraubte Kindheit – In Auschwitz befreite Kinder“ vorgestellt.

Eine erste Vorstellung des Buches erfolgte am 27.01.2020 anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des deutschen Konzentrationslager Auschwitz.
Der Verein „Für die Zukunft lernen – Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau e.V.“, der gemeinsam vom Campus Christophorus Jugendwerk Oberrimsingen und der Katholischen Hochschule Freiburg 1993 gegründet wurde, hat sich zur Aufgabe gestellt, gerade das Leid der Kinder in Auschwitz bekannt zu machen.
Obwohl die Konservierungsarbeiten an der Kinderbaracke beendet wurde, will der Verein die Tätigkeit des Museums weiterhin finanziell unterstützen. 2002 konnte so das Buch, ebenfalls von Helena Kubica „Man darf sie nie vergessen – Die jüngsten Opfer von Auschwitz, zweisprachig (polnisch – deutsch) erscheinen.

Nun konnte auch das Buch „Geraubte Kindheit – in Auschwitz befreite Kinder“ in deutscher Sprache erscheinen. Gabriela Nikiborc, Mitarbeiterin der KZ – Gedenkstätte, stellte das Buch den Teilnehmenden des Projektes vor. Dabei stellte sie exemplarisch die Erinnerungen von vier Überlebenden dar.

Der Verein wird jetzt bemüht sein, auch eine Buchvorstellung gemeinsam mit der Gedenkstätte Auschwitz, in Breisach zu realisieren.

Diana Bäuerle - Werner Nickolai

Esther Bejanaro mit 96 Jahren gestorben

Esther Bejarano

Als junge Frau wurde Esther Bejarano in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert.
Dort rettete ihr ein Platz im Mädchenorchester das Leben.
Jetzt ist die berühmte Mahnerin gegen Antisemitismus im Alter von 96 Jahren gestorben.

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Broschüre der Artikelserie Badische Zeitung

In einer Broschüre wurden die in der Badischen Zeitung erschienenen Artikel zusammengefasst und liegen nun als gedruckte Version und als PDF Datei vor.
Die Broschüre ist zweisprachig (Deutsch/Polnisch) verfasst.

Badische Zeitung, 26.01.21

Über 232 000 Kinder wurden nach Auschwitz deportiert

Das Blaue Haus, der Verein "Für die Zukunft lernen" und der Freundeskreis Oswiecim laden zur digitalen Gedenkfeier ein.

Am Mittwoch, 27. Januar, wird aus Anlass des 76. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau an das Schicksal der Kinder in Auschwitz erinnert. Der Förderverein ehemaliges jüdisches Gemeindehaus Breisach (Blaues Haus), der Verein "Für die Zukunft lernen – Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau" und der Freundeskreis Oswiecim der Breisacher Hugo-Höfler-Realschule laden die Bevölkerung dazu ein, an der digitalen Gedenkfeier teilzunehmen.

Seit 2013 bereiten Schülerinnen und Schüler der Hugo-Höfler-Realschule gemeinsam mit dem Team des Blauen Hauses thematisch ein öffentliches Gedenken an die Breisacher Bürgerinnen und Bürger vor, die dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer gefallen sind. In jedem Jahr gestalten Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrerinnen ein eigenes Programm, wozu sie auch andere Schulklassen ihrer Schule einladen.

Internationaler Gedenktag
Der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 wurde 1996 von Bundespräsident Roman Herzog zum Gedenktag an alle Opfer der Nationalsozialisten und 2005 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Holocaustgedenktag erklärt. Im Januar 2020 wurde gemeinsam mit der Freiburger Hilfsgemeinschaft an die Opfer der Patientenmorde, die die Nationalsozialisten ab Januar 1940 verübten, erinnert.
In diesem Jahr werden viele Gedenkveranstaltungen ins Internet verlegt. Die Hugo-Höfler-Realschule beteiligt sich mit einem Beitrag auf ihrer Homepage. Das Team des Blauen Hauses nimmt zusammen mit dem Verein "Für die Zukunft lernen – Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau" und dem Freundeskreis Oswiecim sowie Vertreter der Stadt Breisach an der digitalen Gedenkfeier der Gedenkstätte Panstwowe Muzeum Auschwitz-Birkenau in der Breisacher Partnerstadt Oswiecim teil.

Das Schicksal der mindestens 232 000 Kinder, die nach Auschwitz deportiert wurden und von denen nur wenige überlebten, wird Hauptthema des 76. Jahrestages der Befreiung sein. Die drei Vereine und die Hugo-Höfler-Realschule laden die Breisacher Bevölkerung ein, an der Ausstrahlung teilzunehmen.

Die Gedenkfeier kann am Mittwoch, 27. Januar, um 16 Uhr auf den Websites http://www.auschwitz.org und 76.auschwitz.org sowie auf dem YouTube-Kanal des Memorial, Facebook und Twitter verfolgt werden.

Deutschlandpremiere im Breisacher Kommunalen Kino

Bericht in der Badischen Zeitung

Deutschlandpremiere

Der Dokumentationsfilm "Das geheime Netz des Guten um Auschwitz" erzählt in beeindruckender Weise vom Leben in Oswiecim/Auschwitz im 3.Reich.

Die Deutschlandpremiere findet am Samstag, den 16. November im Kommunalen Kino Breisach statt.
Beginn ist um 16 Uhr.

Die Filmemacher Barbara Daczynska, Magdalena Plewa-Ould und Jaroslaw Wilczak werden zur Premiere anwesend sein.