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Den "Regularien" unserer Mitgliederversammlung wollen wir auch in diesem Jahr ein thematisches Angebot voranstellen. Es ist uns gelungen, den stellvertretenden Direktor des Fritz Bauer Instituts Frankfurt, Herrn Gottfried Kößler, der zugleich auch der Leiter der pädagogischen Zentrums dieses Instituts ist, zu einem Vortrag zu gewinnen, dem er die folgende Überschrift gegeben hat:
Historisch-politische Bildung und jüdische Geschichte - ein logischer Zusammenhang? Überlegungen zum Konzept des "Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main".
Für 18:30 Uhr ist dann im gleichen Raum der formale Teil der Mitgliederversammlung vorgesehen.
Tagesordnung:
Der Vorstand hat sich in mehreren Sitzungen mit der Frage der Einführung eines Mitgliedbeitrages, der bei 20.- Euro liegen könnte, befasst. Unser Kontostand weist derzeit einen Stand von unter 100.- Euro auf. Dennoch fällt es mir persönlich [Werner Nickolai, 1. Vors.] nicht leicht, einen Mitgliedsbeitrag einzuführen. Unser Ziel war bislang, Mitglieder zu werben, die unser Anliegen ideell unterstützen, ohne dass gleich ein Beitrag erhoben wird. In Sonderaktionen, sei es die Unterstützung der KZ-Gedenkstätte Auschwitz bei der Renovierung der Kinderbaracke oder unseres Vereins bei der Herausgabe des Fotobandes "Hinsehen - Junge Menschen sehen Auschwitz", haben uns unsere Mitglieder stets großzügig unterstüzt. Große Unterstützung haben wir durch das Christophorus-Jugendwerk und die Katholische Fachhochschule Freiburg erfahren. Aber auch hier werden die Mittel knapper.
Da auf Grund der räumlichen Entfernung nicht sehr viele Mitglieder an unserer Mitgliederversammlung teilnehmen können, wäre es uns eine Hilfe von Ihnen zu erfahren, wie Sie das einschätzen. Wir sind an Ihrem Votum sehr interessiert und würden das auch in der Mitgliederversammlung einbringen wollen. Ich würde mich freuen, diesbezüglich von Ihnen zu hören. Sie können das gerne über e-mail tun: w.nickolai@t-online.de
23 Neuntklässler der Hugo-Höfler-Realschule in Breisach waren in der Zeit vom 27.09. bis zum 03.10.2009 in Oswiecim/Polen zu Gast. In Begleitung von Konrektor Herrn Martin sowie den Lehrern Frau Maußner und Herrn Müller trafen sie dort ihre Austauschpartner des örtlichen Gymnasiums Nr. 2 und waren in den Familien ihrer Partner untergebracht.
Bereits zum dritten Mal trafen sich Schülerinnen und Schüler beider Schulen und lernten das Leben des unmittelbaren Nachbarn in Europa aus erster Hand kennen. Dadurch konnten Vorurteile abgebaut und neue Freundschaften geschlossen werden. Dieses Mal jedoch gab es zwei Besonderheiten. Zum einen war es der erste Besuch seit der Unterzeichnung der Urkunde zwischen den Partnerstädten Breisach und Oswiecim. Zum anderen war die Schulleitung in Person des Konrektors Herrn Martin zugegen. Beides unterstrich nochmals deutlich den festen Willen, die Partnerschaft beider Schulen und Städte auszubauen und somit einen Beitrag auch zur Völkerverständigung beider Nachbarländer zu leisten.
Jugendliche beider Länder besuchten gemeinsam unter anderem Krakau, die ehemalige Hauptstadt und Königssitz Polens, sowie das Salzbergwerk in Wieliczka. Besonders beeindruckend und bewegend war der gemeinsame Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Dort legten deutsche und polnische Schüler an der Todesmauer rote Rosen nieder und zündeten gemeinsam eine Kerze in Gedenken an die Ermordeten an. Von den Jugendlichen beider Länder selbst kam die Forderung, dass die Erinnerung an dieses schmerzhafte Kapitel der deutsch-polnischen Geschichte bewahrt werden müsse. Getreu der Mahnung in der Gedenkstätte "Wer sich an die Geschichte nicht erinnert, ist verdammt, sie noch einmal zu durchleben.“
Der Besuch beim Stadtpräsidenten Marszalek sowie eine Wanderung in der Gebirgsformation Beskiden waren weitere Programmpunkte des Zusammentreffens. Der Abschlussabend am letzten Tag mit typisch polnischen Speisen und einer Disco bildeten einen gelungenen Abschluss des Austauschs.
Bei der Verabschiedung flossen Tränen, denn die polnischen Schüler wollten ihre deutschen Partner nicht fahren lassen. Ein Wiedersehen gibt es im Oktober 2010, diesmal an der Hugo-Höfler-Realschule in Breisach.
Text: Maußner/Müller
Foto: privat
Letzte Änderung: 1. Mai 2010